Foto: Elbtunnel, Hamburg - MPU Vorbereitung Impression

MPU — Meine Philosophie der Beratung und Vorbereitung

„Eigentlich bin ich ein guter Autofahrer... "

Mit diesen Worten eröffnen viele meiner Kunden das erste Gespräch. Wie kommt es dennoch, dass die Verkehrsbehörde Zweifel an der Fahreignung hat und eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) anordnet?

2008 wurden deutschlandweit mehr als 100.000 Begutachtungen durchgeführt. Dabei ist die Gruppe der Alkoholauffälligkeiten mit 56% am stärksten vertreten. Autofahrer, die unter Drogen oder Medikamente auffällig wurden bilden mit 18% die zweitgrößte Anlassgruppe, so genannte „ Punktetäter" sind in der Statistik mit 15% vertreten. Sind das alles gute Autofahrer, die einfach nur Pech hatten und ein so genanntes „Kavaliersdelikt" begingen? Oder war der Führerscheinentzug auf Grund der Lebensweise eine Frage der Zeit?

Betrachtet man den hohen prozentualen Anteil der negativen Gutachten und die entsprechende Begründung, so liest man in den meisten Fällen, dass es den Betroffenen an einer „selbstkritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Fehlverhalten" mangelt.

An dieser Stelle beginnt der erste Teil der Beratung: Die Lebensweise des Kunden zu hinterfragen und ihn zu einer realistischen Selbsteinschätzung zu führen, die Antwort auf die Frage gibt, warum die Verkehrsbehörde Zweifel an der Fahreignung hat. Denn nur dann, wenn man weiß, warum die Dinge „passiert" sind, hat man eine Chance, sie in Zukunft zu vermeiden.

„Es tut mir Leid."

Diese Aussage ist sicherlich vor Gericht angemessen. Aber: Alleine die Reue und der gute Vorsatz, in Zukunft alles besser machen zu wollen, führen noch nicht zu einem positiven Gutachten. Die MPU ist keine weitere Strafe, sondern eine Chance, den Gutachter davon zu überzeugen, dass man über seinen Fehler nachgedacht und entsprechende Konsequenzen für sein Verhalten gezogen hat.

„Ich habe aus meinen Fehlern gelernt!"

Der zweite Teil der Beratung besteht also darin, die Konsequenzen zu betrachten, die aus dem Fehlverhalten gezogen werden sollen. Jeder Mensch, der schon mal versucht hat, sich eine schlechte Angewohnheit abzugewöhnen, weiß, wie schnell man wieder in alte Verhaltensmuster zurück fällt. Hat der Betroffene bereits Veränderungen in seiner Lebensweise und seiner Einstellung getroffen, wird an dieser Stelle die Motivation und die Stabilität der Veränderung im Alltag überprüft. Sind bisher noch keine Veränderungen getroffen worden, werden Veränderungen gemeinsam erarbeitet, die sowohl im Rahmen der Möglichkeiten des Kunden liegen, als auch eine realistische Chance bieten, Rückfälle in alte Gewohnheiten zu vermeiden.

Hinter jedem Führerscheinentzug steht eine ganz persönliche Geschichte mit ganz persönlichen Motiven für das gezeigte Verhalten. Mit Unterstützung einer individuell zugeschnittenen Beratung kann die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis weit mehr sein als eine rein technische Abwicklung, sondern eine Chance, den Führerschein nicht nur wieder zu bekommen, sondern ihn auch zu behalten!